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O-Ton und „dokumentarisches“ Arbeiten beim Spielfilm

Wenn es darum geht, vor laufender Kamera spontan Situationen entstehen zu lassen, sind Mehrspurtechnik, ein ruhiges Motiv und ein guter Boom Operator schon mal gute Karten für einen brauchbaren Originalton.

„wir drehen die Probe mit...“

Spontaneität ist was Gutes. Spontanes Drehen braucht (für den Ton) aber ein MEHR an Vorinformation, weil die Proben fehlen als genaue Info für das, was beim Drehen passieren wird.
Je mehr Information (was ist die Idee, was ist wichtig, wie soll es ungefähr ablaufen) ich vor der Aufnahme kriegen kann, desto mehr kann ich mir vorstellen, was möglicherweise passiert und desto eher habe ich die Möglichkeit, im Vorfeld Krach zu eliminieren, ein weiteres Mikrofon einzubauen, den Mikroschatten an der Wand zu vermeiden, indem die Angel von der anderen Seite kommt usw.

Also, liebe/r RegisseurIn, nimm nicht nur die Schauspieler mit auf eure kleine private Vorbesprechungsrunde, sondern sag mir auch, was du dir vorstellst. Es hilft uns allen.

Mehrkamera

Es gibt preiswerte HD oder DSLR Kameras mit brauchbarer Bildqualität, die in einem gewissen Rahmen auch für Laien einsetzbar sind. Gerade bei Low Budget und Erstlingsprojekten wird daher oft gleichzeitig mit mehreren Kameras gedreht, weil, was man hat, das hat man dann gleich aus verschiedenen Blickwinkeln.

Für den Ton gilt diese Überlegung nur bedingt:

  • Schauen die Kameras zugleich in verschiedene Richtungen (z.B. für Schnitt/Gegenschnitt, Aktion und Reaktion) ist ein zweiter Boom-Operator notwendig, um zeitgleich Ton für verschiedene Bildausschnitte aufzunehmen. Grundsätzlich funktioniert das aber gut, wenn die Drehs akkordiert sind und zugleich im selben Raum stattfinden. Zusätzlich werden alle Protagonisten mit Funkmikrofonen verkabel. Der Film "Entre les Murs" ("Die Klasse", Goldene Palme 2008) wurde z.B. nach diesem Prinzip gedreht, um dem Bedürfnis der jugendlichen Laienschauspieler nach längeren Dreh-Situationen Rechnung zu tragen. Auch die TV Serie "Cop Stories" (A 2012 - 13) funktioniert nach diesem Prinzip.

  • Wird das Set überhaupt gesplittet, sollte man sich auch für den Ton eine 2nd Unit überlegen.

  • Schauen die Kameras in die gleiche Richtung, werden oft Nahe und Totalen gleichzeitig aufgenommen. Dann ist vernünftiges Angeln kaum noch möglich, da auch für Nahen Einstellungsgrößen die Mikros wegen der Bildausschnitte der anderen Kamera(s) zu weit weg sein müssen.
    Der Ton ist dann auf den Einsatz von Funkmikros für alle Darsteller angewiesen, was den akustischen Gesamteindruck im besseren Fall in Richtung einer Fernseh-Liveaufzeichnung verändert.

    Im schlechteren Fall sind versteckte Funkmikros (zb mit Wind, heftiger Bewegung, raschelnder Kleidung...) so problematisch, dass sie keine befriedigenden Ergebnisse bieten. Wenn gar nicht geangelt werden kann sind hier u.U. langwierige Korrekturen, Wartezeiten und ein unbefriedigendes Ergebnis vorprogrammiert.

 

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