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wie werden Bild und Ton synchron?

 

a) indem man sie auf das selbe Medium aufzeichnet (Video)

geeignet für: Reportage, schnell nachzubearbeitendes Bildmaterial.

Vorteil: Bild und Ton werden gleichzeitig vom selben Band (oder der selben Speicherkarte/HDD) ins Schnittsystem geladen und sind von Beginn an synchron. Einfach, schnell und (am Schnittplatz) ausfallssicher.

Nachteile: - Keine Tonaufzeichnung ohne laufende Kamera möglich.
- "Reinhören" in den aufgezeichneten Take ist nicht möglich.
- Die Übertragung des Tons vom Mischpult in die Kamera erfolgt (meist) über ein fettes Kabel, das gleichzeitig eine Retourleitung vom Kopfhörerausgang der Kamera zurück ins Mischpult bietet. Dieses "Confidence"signal ist aber gerade bei neuen semiprofessionellen Videokameras eine Schwachstelle, da an den Bauteilen der Abhöre als erstes gespart wird.
- Die Einstellungen und Pegelanzeigen an der Kamera befinden sich beim Dreh außerhalb meiner Reichweite. Bei neuen Kleinkameras (zb. Sony PMW-EX1, EX3, HDV Z1...) sind die Pegelanzeigen zunehmend ohne Referenzskala, bei jedem Kamertyp anders gewichtet und nur mehr im Sucher ablesbar.
- jede Kamera ist als Tonaufzeichnungsgerät (was Eingangspegel, -verstärker, Anzeige, Headroom, Limiter etc. betrifft) anders ausgelegt, mittlerweile kommen mehrmals jährlich neue Modelle auf den Markt, die nicht alle auch technisch ausgereift sind. Die Dokumentation des Tonaufzeichnungssystems in den User-Manuals ist dürftig bis nicht vorhanden. Eine echte Testmöglichkeit ist nur im Zusammenhang mit einem Schnittplatz gegeben. Erst dann ist zB. zweifelsfrei klar dass das Surren bei der Aufzeichnung von einem Kopfhörerverstärker in der Kamera herrührt, in der Wiedergabe vorhanden aber NICHT auf der Tonspur ist.
- Die Aufzeichnung auf der Kamera ist meist auf 2 Kanäle beschränkt, wobei einer davon manchmal für den Timecode verwendet werden muss.

 

b) duales System, mit Hilfe einer Klappe (Film + Video)

Dual heißt, dass Bild und Ton auf verschiedene Geräte aufgenommen werden. Die Frage ist, wie Bild und Originalton wieder synchron zusammengeführt werden können, bevor der Schnitt losgeht.

Die Idee der Klappe ist uralt, aber nach wie vor elegant:
Wenn man die zwei "Sticks" der Klappe am Beginn oder Ende der Einstellung zusammenschlägt, hat man einen Synchronpunkt:

Im Bild, weil man sich das Einzelbild suchen kann, wo die zwei Balken ("Sticks") der Klappe zusammenkommen;
Im Ton, weil man das "klapp" deutlich und kurz hört; zieht man man beide Synchronpunkte an die selbe Stelle der Zeitleiste, hat man Bild und Ton synchronisiert.

Eine Klappe hat aber auch weitere Vorteile: Man schreibt drauf, was (welche Einstellung) gerade gedreht wird; da diese Information vor dem Schlagen der Klappe laut abgelesen wird, stimmt sie im Bild und Ton überein.

Und schließlich ist das Schlagen der Klappe für alle das untrügliche Zeichen, dass jetzt gedreht wird, d.h. ein Signal für Konzentration und Ruhe

 

b) duales System, mit Hilfe des Timecodes (Video)

Je nach Projektart gibt es dazu verschiedene Verfahren:

Timecodeklappe: Sie vereint die Vorteile von Klappe und Timecode: zusätzlich zum akustischen "Klapp" am Anfang oder Ende des Takes erscheint der laufende Timecode (des Tons) auf der Klappe und wird einfach "abgefilmt".
Ein bisschen umständlich, aber doppelt ausfallssicher und nett anzusehen. Unverzichtbar bei Playbackaufnahmen, wo kein Ton aufgezeichnet wird.


Record-Run Timecode:
Voraussetzung: Eine einzelne Videokamera mit Bandaufzeichnung;
die Videokamera gibt den Timecode ans Tongerät weiter

Das Prinzip: Der Timecode wird auf der Timcodespur der Kamera unterbrechnungsfrei aufgezeichnet. Stoppt die Kamera, stoppt auch der Timecodegeber in der Kamera, wird sie wieder eingeschaltet, läuft der Timecode exakt dort weiter, wo er zuvor geendet hat. Sinn des Systems ist, auf der Videokassette einen unterbrechungsfreien Timecodestrang aufzuzeichnen, für viele Schnittsysteme DIE Referenz für automatisierte Such- und Ladevorgänge von der Kassette.

Vorteil: Der Timecode am Videoband bleibt unangetastet.
Nachteil: Sobald eine zweite Kamera dazukommt, funktioniert das System nicht mehr (welchen Timecode soll der Ton übernehmen?); für Aufzeichnung auf Harddisk bzw. Speicherkarten macht das System keinen Sinn, weil dort kein koninuierlicher Timecode mehr gebraucht wird.

Verfahren: Das Tongerät erhält den Timecode von der Kamera.
Voraussetzung ist ein funktionierender Timecode-Ausgang an der Kamera, eine korrekte (Funk)Verbindung zum Tongerät; geht nur, wenn das Tongerät externen Timecode aufzeichnen kann, framegenau synchron zur Kamera einstartet und ebenso genau wieder stehenbleibt (moderne Harddsikrecorder können das, da sie das Anlaufen / Stoppen des eingehenden Timecodesignals in START/STOP Befehle übersetzen können).
Liefe der Ton vorne oder hinten länger als die Kamera, entstünden Überlappungsbereiche, in denen zwei Einstellungen im Ton den selben Timecode aufweisen. Das führt zu größeren Schwierigkeiten bei der automatischen Synchronistation am NLE Schnittplatz.

Free Run Timecode
(1 oder mehrere Videokameras; der Audiorecorder gibt den Timecode an die Kameras)

das Prinzip:
die Kamera(s) erhalten (zb über Kabel, Funk oder einen externen Timecodegeber) den Timecode des Tongeräts und zeichnen diesen auf die Timcodespur auf. Bei einigen HD Kameras reicht die konventionelle LTC- Timecodeinformation allein zum Synchronisieren nicht aus, sie brauchen ein
Tri-Level-Sync Signal aus einem externen Timecodegeber
(zb ACL 203 "Lockit" von Ambient).

Hat eine Kamera keinen Timecodeeingang oder will man den kontinuierlichen REC-RUN Timecode auf der Videokassette erhalten, kann man den Timecode auch auf eine Audiospur aufzeichnen:

Auf einem AVID Schnittplatz kann man Timecode von der Audiospur auslesen und als Timecode für den Autosync von Bild und Ton verwenden. Für Final Cut Pro Schnittsysteme ab Version 5 geht das auch, jedoch nur mit Hilfe der Zusatzsoftware FCPauxTCreader.

 

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