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Checkliste Motive für O-Ton

Grundsätzlich ist es mit dem Ton wie mit dem weißen Spritzer: Was einmal an Wein und Soda zusammengeschüttet ist (sprich: auf einer Tonspur drauf), das kann man zwar weiterpanschen, indem man nochwas dazumischt, aber was schon zusammen ist, kann man nicht mehr vernünftig trennen.

Bleiben wir bei den Getränken: wir Tonleute streben danach, Euch eine Auswahl an möglichst reinen Zutaten zusammenzustellen, die Ihr dann in der Postproduktion nach Belieben mixen könnt.

Das macht aber nur Spaß, wenn wir die edlen Grundbestandteile (z.B. das charmant gehauchte Testimonial) auch in reiner Form destillieren können und sie nicht schon bei der Aufnahme mit Scheinwerfersurren, Klimalüftern und den Geräuschen rückwärtsfahrender LKWs versetzt sind.

 

- Wie kriege ich ein Set O-Ton tauglich?

Innen:

  1. Ich erzähle der Ausstattung, der Kamera und dem Licht,  dass wir mit Originalton drehen. Brummende HMI Vorschaltgeräte kann man im Nebenraum aufstellen, wenn man genügend lange Steuerkabel dabei hat, sirrende Lampenköpfe und hochtourig drehende Monitorlüfter sind vermeidbar, wenn man schon im Vorfeld geeignetes Equipment auswählt.  Man muss es nur vorher wissen.
    (Bei Spielfilm/TV/Serie ist leises Equipment selbstverständlich)
  2. Lärmschutzfenster (wenn man sie  man auch zumachen kann!) helfen bei Innenmotiven.
  3. Türen helfen auch, ungewollten Lärm draussen zu halten, aber nur, wenn man sie auch schließen kann. Kabelstränge können das z.B. verhindern. Jjede Tür zum Set braucht auch einen Türsteher, der beim Drehen gegebenfalls auch vor der Tür für Ruhe sorgen kann.
  4. Große, leere Hallen .... hallen. Diesen Hallanteil im Ton kann man nicht am Computer wegrechnen (dazugeben hingegen jederzeit). Man kann nur den Hall an der Entstehung hindern, indem man die Halle großflächig akustisch dämmt,  z.B. mit  einer Konstruktion aus Moltonstoff rund um das Set und oben drüber. Das funktioniert recht gut, wenn kleinere Räume als Deko in die Halle gebaut sind,  da man hier nur die offenen Seiten akustisch in den Griff kriegen muss und auch bei der Decke eine Chance hat. Bei großen offenen Sets kann man eventuell kurze Sätze woanders nachsprechen, wenn man sich eine umständliche Synchronisation ersparen will.
  5. Regen + Halle mit Blechdach = nicht gut.
  6. Lüftungen, Gastroeinrichtungen, Klimaanlagen oder sonstige Surr- und Brummapparate: Es muss jemand da sein, der sich mit dem Abschalten dieser Geräte auch auskennt (nicht nur die billige Aushilfe).
  7. Motive an Autobahnen, Hauptverkehrsstraßen und Eisenbahnstrecken sind nicht so günstig, ebenso wie abgehängte
  8. INNEN/NACHT Motive, wenn draußen Tag ist, die Vögel zwitschern und die Kinder am Spielplatz schreien.  
  9. Alte Parkettböden knarzen oft lauter, als Leute sprechen können und vor allem dann, wenn im Bild alle sitzen und bloß die Kamera noch weiterfährt.

 

Motivauswahl:

Grundsätzlich muss ein Motiv umso ruhiger sein, je leiser die Dinge sind, die aufgenommen werden sollen.  Wenn zwei im Streit sich anbrüllen, darf im Hintergrund ruhig jemand mit dem  Einkaufswagerl über den Parkplatz rattern. Wenn die Mama nach der Gutenachtgeschichte „schlaf gut, mein Engel“ flüstert ist der Lüfter des Kameramonitors schnell mal so laut wie die Mama und der Parkettboden unter dem Dolly knarzt im Verhältnis als versuchte neben der Bildkante ein Elefant ... naja, vielleicht möglichst ruhig zu stehen.

 

Außen

  1. Verkehr ist hier ein großes Thema. Alle Häuser, Böschungen und Hügel zwischen der Straße und dem Motiv helfen. Auch Einflugschneisen sind ein Thema, wobei die leider je nach Windrichtung wechseln.
  2. Industrieanlagen, Schotterzerkleinerer und Großbaustellen machen nicht nur Lärm, sondern generieren auch LKW Verkehr. Alles, was zwischen ihnen und dem Motiv liegt und einen Hügel formt ist gut.
  3. Bäche und Wasserfälle im Bergland sind idyllisch anzusehen, rauschen aber mehr als erlaubt. Direkt am Bergbach Dialogszenen zu drehen ist keine so gute Idee., weil sich das Rauschen des Wassers mit jeder Mikrofonbewegung sofort ändert und auf der Dialogspur auch überhaupt nicht nach Bergbach klingt. Sondern eher wie "schschschschsch-chchchch-schschsch".
  4. Am Land sind in machen Jahreszeiten Traktoren eine Plage, besonders im Frühling, Sommer, und Herbst. Das selbe gilt für Motorsägen.
  5. Orte mit viel Publikumsverkehr eignen sich nicht so gut zum Herstellen „einsamer“ Motive. Auch wenn man die Menschen (und die Autobahn) nicht sieht, im Originalton sind sie da, weil auch Richtmikrofone die Geräusche der Seiten "hören" (nur weniger gewichtet).  

 

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